Glossar für Arbeitsweltverbesser:in

Glossar für Arbeistweltverbesser:in

Psychische Gesundheit

Psychische Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit psychischer Erkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert sie als Zustand des Wohlbefindens, in dem ein Mensch die eigenen Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und etwas zur Gemeinschaft beitragen kann.

Warum psychische Gesundheit Arbeitgeber:innen angeht

Arbeit kann beides sein: Schutzfaktor und Risikofaktor. Sinnvolle Aufgaben, gute Zusammenarbeit und Wertschätzung stärken die psychische Gesundheit – Dauerstress, Konflikte und fehlender Handlungsspielraum untergraben sie. Die Gesundheitsreports der großen Krankenkassen zeigen seit Jahren: Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für lange Ausfallzeiten. Wer Arbeitsbedingungen gestaltet, gestaltet also immer auch Gesundheit mit.

Der Bezug zur GB Psych

Das Arbeitsschutzgesetz nimmt Arbeitgeber:innen in die Pflicht: Nach § 5 ArbSchG musst Du die Gefährdungen Deiner Beschäftigten beurteilen – ausdrücklich auch die psychische Belastung. Das Instrument dafür ist die psychische Gefährdungsbeurteilung (GB Psych). Wichtig: Bewertet werden die Arbeitsbedingungen, nicht die Psyche einzelner Personen.

Wie DearEmployee psychische Gesundheit misst

In der DearEmployee Survey ist psychische Gesundheit einer der zentralen Indizes. Erfasst werden unter anderem mentales Wohlbefinden, kognitive Leistungsfähigkeit, soziale Funktionsfähigkeit und psychosomatische Beschwerden. Über die Zusammenhänge mit den erhobenen Arbeitsbedingungen wird sichtbar, welche Stellschrauben im Unternehmen die Gesundheit tatsächlich beeinflussen.

Häufige Fragen

Was ist psychische Gesundheit?

Nach der WHO ein Zustand des Wohlbefindens, in dem Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, mit den normalen Belastungen des Lebens umgehen und produktiv arbeiten können. Sie umfasst emotionales, psychisches und soziales Wohlbefinden – nicht nur das Fehlen einer Diagnose.

Was beeinflusst die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz?

Vor allem die Arbeitsbedingungen: Arbeitsintensität, Handlungsspielraum, soziale Unterstützung, Führung, Wertschätzung und die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben. Diese Faktoren lassen sich messen – und gezielt verbessern.

Was hat psychische Gesundheit mit der GB Psych zu tun?

Die GB Psych ist das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren, um psychische Belastungen bei der Arbeit zu erfassen und zu reduzieren. Sie setzt an den Verhältnissen an – also dort, wo Unternehmen den größten Hebel für die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten haben.

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