In Krisenzeiten während eines Krieges, einer Pandemie oder auch während Umweltkatastrophen, ist das Interesse an den aktuellen Nachrichten besonders hoch. Man möchte die Lage verstehen, man hat das Bedürfnis, je unsicherer eine Situation wirkt, Kontrolle durch Informationen zurückzugewinnen. Man fühlt sich zum Teil in der Verantwortung über die aktuelle Lage Bescheid wissen zu müssen, um mitreden zu können oder sich sozial zu engagieren. Durch den vielen Nachrichtenkonsum entsteht bei sich selbst eventuell der Eindruck sich weniger ohnmächtig zu fühlen.
Auf den ersten Blick sind psychische Erkrankungen für Außenstehende oft gar nicht sichtbar, anders als es Stockfotos in der Öffentlichkeit häufig suggerieren. Am Boden liegende leere Gestalten mit weit aufgerissenen Augen - so werden psychisch kranke Menschen in den Medien oft dargestellt. Dieses Bild von psychischen Erkrankungen vermittelt den Eindruck des personifizierten Bösen und Gruselmonsters, das nicht von dieser Welt stammt.
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